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Geschichte

Die Geschichte des EKV begann eigentlich schon vor seiner Gründung, denn seine Geschichte hängt mit den selbstverwalteten Kindergruppen Marburgs zusammen. Aber irgendwann muss ja mal ein Anfang festgelegt werden. Deshalb gilt als Gründungsdatum der 8. November 1971. An diesem Tag wurde der EKV als Dachverband von neun bestehenden Kindergruppen u.a. mit dem Ziel der öffentlichen Vertretung einer emanzipatorischen Kindererziehung gegründet.


Die Zahl der Gruppen, die Mitglied im EKV sind, schwankte im Laufe der Jahre. Mal waren es nur vier, im Jahre 1993 hingegen gab es 15 Gruppen mit 230 Plätzen. Die wechselnde Zahl von Gruppen brachte ständig wechselnde Quartiere mit sich, mal angemietete Wohnungen, mal kostenlos überlassene Räume, auch das legendäre Kinderhaus im Marbacher Weg (inzwischen abgerissen). Viel Unsicherheit brachte das für die Gruppen mit sich, die immer mal wieder umziehen mußten (alle Renovierungen in Eigenarbeit der Eltern!), manche lösten sich auch wegen Kündigung der Räume auf. Bis in das Jahr 1985 wurde die Arbeit der Kindergruppen fast ausschließlich von den Eltern selbst finanziert, es gab kaum öffentliche Mittel. Gelegentlich konnten Erzieherinnen über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen finanziert werden. Für die oft studierenden oder frisch im Beruf stehenden Eltern ein hoher Preis für die selbstverwaltete emanzipatorische Kindergruppenarbeit. 1986 kann der Verein erstmals über das Sozialamt eine Geschäftsführerin einstellen. Räume und Finanzen aber haben die Entwicklung des EKV nur vordergründig geprägt. Ideen- und Diskussionsgeschichte der emanzipatorischen Kindererziehung in einem selbstorganisierten Elternverein sind das eigentliche Thema dieser Jahre. Das können wir an dieser Stelle nicht mehr ausbreiten, nicht zuletzt, weil wir heutigen Eltern diese Diskussionen nicht geführt haben. Aber sie sind die Geschichte des EKV und immer noch im Profil der Kindergruppen wirksam.

Das Jahr 1988 signalisiert den Aufbruch in finanziell etabliertere Verhältnisse. Die damalige Vorsitzende des Vereins strebte eine Betreuungssituation an, die Frauen bessere Ausgangsbedingungen für den Arbeitsmarkt schaffen sollen, auch die Betreuungs- und Verwaltungsarbeit im Verein soll nicht mehr stillschweigend als schlecht bezahlte Arbeit hingenommen werden. In den Jahren 1992/93 begannen verstärkte Verhandlungen mit der Stadt über eine längerfristige finanzielle Absicherung der Vereinsarbeit. Dies mündete Ende 1994 in einen ersten Vertrag mit der Stadt Marburg über die Finanzierung von sieben altersübergreifenden Gruppen, die dadurch auch eine Betriebsgenehmigung erhielten. Ein großer Schritt zur Etablierung der Kinderbetreuung durch den EKV als Teil des Angebotes zur Kinderbetreuung in Marburg.

   

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EKV Marburg